Vorstand

Markus Meckel

Markus Meckel

Vorsitzender

Studierte von 1971 bis 1978 Theologie in Naumburg und Berlin. Nach Vikariat und evangelischem Pfarramt in Vipperow/Müritz, war er von 1988 bis 1990 Leiter der Ökumenischen Begegnungs-und Bildungsstätte in Niederndodeleben bei Magdeburg. Oppositionelle politische Arbeit in der DDR leistete er seit den 1970er Jahren. 1989 gründete er mit Martin Gutzeit die sozialdemokratische Partei (SDP) in der DDR, war deren Vertreter am Zentralen Runden Tisch und wurde 1990 nach den ersten freien Wahlen in der DDR deren Außenminister. Von 1990 bis 2009 gehörte er für die SPD dem Deutschen Bundestag an. Er bekleidet zahlreiche ehrenamtliche Funktionen in Stiftungen und Organisationen darunter Ko-Vorsitzender des Stiftungsrates der Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit und Vorsitzender des Stiftungsrates der Stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur. Von 2013 bis 2016 war er Präsident des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.

Dr. Anja Sivakova-Kolb

Dr. Anja Sivakova-Kolb

Stellvertretende Vorsitzende

Kommt aus Belarus, ist in Grodno geboren, in Minsk aufgewachsen und lebt seit 2003 überwiegend in Berlin (daneben in Paris, Izmir, Warschau, Niamey und Sofia). Studium der Allgemeinen Philologie an der Belarussischen Staatlichen Universität in Minsk, Magistra Artium Abschluss an der Freien Universität Berlin in Germanistik, Publizistik und Psychologie, Promotion im Fach Umweltmanagement im Fachbereich Politik und Sozialwissenschaften. Seit vielen Jahren gesellschaftspolitisch engagiert, hat mehrfach exit polls vor der belarussischen Botschaft in Berlin durchgeführt und hat auch an den Aktivitäten der belarussischen Diaspora im Ausland mitgewirkt. In der dbg seit über 15 Jahren, war die erste Belarussin im Verein, die erste Belarussin im Vorstand und 2012 bis 2014 Schatzmeisterin. Beruflich ist sie seit 14 Jahren mit den Themen Energie, Umwelt und Nachhaltigkeit insbesondere in Osteuropa beschäftigt und derzeit als freie Beraterin tätig. Zuletzt war sie als Teamleiterin bei der Deutschen Energie-Agentur für Osteuropa (u.a. für Belarus) zuständig. Sie ist die Enkelin des belarussischen Schriftstellers Aleksej Karpjuk

Jens Ryl

Schatzmeister

Nachkomme deutscher Siedler (16. Jahrhundert) im Westen vom heutigen Belarus. Er ist gelernter Maschinist und im Kaufmännischen aktiv. Fachmann für Finanzen, Finanzökonomie, Logistik und Projekmanagement. Sein Tätigkeitsschwerpunkt im Dreiländereck Belarus, Polen, Ukraine liegt in der Zusammenarbeit mit den Bewohnern vor Ort als auch in der Entwicklung des Dreiländerecks und des ländlichen Raumes. Neben seiner Mitarbeit in verschiedenen Organisationen setzt er sich mit der Historie Sarmatiens auseineinder.

Alena Akulich

Alena Akulich

Kommt aus dem belarussischen Polesien (Süden des Gebiets Gomel in Belarus) und lebt seit 2010 in Berlin. Germanistik-Studium an der Minsker Staatlichen Linguistischen Universität mit Spezialisierung Rhetorik und ein Aufbaustudium in Internationalen Wirtschaftsbeziehungen an der Belarussischen Wirtschaftsuniversität in Minsk. Berufserfahrungen in Bildung, Politik und Wirtschaft: Nach dem Studium arbeitete sie als Dozentin für Deutsch an der Staatlichen Universität Baranowitschi, später als Marketingfachfrau in dem internationalen Transportunternehmen KTL, 2010 bekam sie das Internationale Parlamentsstipendium und absolvierte ein 6-monatiges Praktikum im Deutschen Bundestag. Im Rahmen einer Facharbeit zum Thema „Kooperationsmöglichkeiten zwischen Deutschland und Belarus im Bereich der Erneuerbaren Energien“ lernte sie den Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft kennen. Im Ost-Ausschuss betreut sie seit ca. 10 Jahren verschiedene Russland-Projekte, konnte aber auch inzwischen zahlreiche Erfahrungen in Kooperationsprojekten mit Usbekistan und Belarus sammeln. Seit ein paar Jahren ist sie außerdem ein aktives Mitglied des OA-Betriebsrats.

Cornelius Ochmann

Geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Stiftung für deutsch polnische Zusammenarbeit, Politikwissenschaftler, Experte für Europäische Politik, insbes. Beziehungen EU-Russland, Polen, Russland, Ukraine und Belarus. Studierte an den Universitäten Mainz und Breslau. Längere Forschungsaufenthalte führten ihn nach Moskau und Jerusalem (Hebrew University). Von 1994 bis 2013 arbeitete er für die Bertelsmann-Stiftung und verantwortete u.a. das International Bertelsmann Forum (IBF). Cornelius Ochmann beriet das Auswärtige Amt und europäische Institutionen zum Thema EU-Ostpolitik. Aufgrund seiner politikberatenden Tätigkeit verfügt er über umfangreiche Kenntnisse auf dem Bereich der internationalen Politik. Cornelius Ochmann publizierte in der Fachzeitschrift „Nowa Europa Wschodnia“ und ist Mitglied im wissenschaftlichen Beirat von „New Eastern Europe“.

Dr. Christian F. Trippe

Christian F. Trippe ist Jahrgang 1961, er studierte Geschichte und Politik in Köln und Wien, an der Universität zu Köln promovierte er mit einer Arbeit über die DNVP in der Frühphase der Weimarer Republik. Nach Stationen beim BBC-Hörfunk in London und beim WDR-Fernsehen in Düsseldorf kam er 1993 zur Deutschen Welle. Von 1999 an leitete er zunächst das DW-Studio in Moskau, danach ab 2002 das Berliner Hauptstadtstudio und von 2007 bis 2014 das Studio in Brüssel. Es folgten Einsätze als Reisekorrespondent und 2016/2017 als Studioleiter in Kiew; seit 2020 leitet er die DWHauptabteilung Osteuropa und verantwortet die multimedialen DW-Angebote in russischer und ukrainischer Sprache. Trippe hat ein Handbuch zur Kriegs- und Krisenberichterstattung mitherausgeben und ein Buch über den Auslandsjournalismus mitverfasst. Seine TV-Dokumentation befassen sich mit dem Neuen Kalten Krieg in Europa (ARTE/mdr/DW 2016), mit der Ostsee-Pipeline Nord-Stream 2 (ARTE/mdr/DW 2018) und mit der Serie mutmaßlicher Staatsverbrechen in Belarus vor zwanzig Jahren (DW 2019).